Universitätsklinikum Ulm
Apotheke
- Angaben zur Fachabteilung
-
- Ärztliche Leitung:
- Herr Dr. Ludwig Maier
- Telefon:
- 0731 - 500 - 67201
- Telefax:
- 0731 - 500 - 67208
- Email:
- sekretariat.apotheke@uniklinik-ulm.de
- Homepage der Abteilung:
- http://www.uniklinik-ulm.de/apotheke
- Details
-
- Betten der Abteilung:
- 0
-
- Stationäre Fälle der Abteilung:
- 0
-
- Art der Abteilung:
- Nicht bettenführende Abteilung
-
- D-Arzt Zulassung(en):
- nicht vorhanden
- Für weitere Details wählen Sie bitte einen der folgenden Punkte:
-
Behandlungsangebot
trifft nicht zu / entfällt Top Ten Prozeduren (OPS) und Diagnosen (ICD)
Top Ten Diagnosen (ICD): trifft nicht zu / entfällt Top Ten Prozeduren (OPS): trifft nicht zu / entfällt Top Ten Kompetenz Diagnosen: trifft nicht zu / entfällt Top Ten Kompetenz Prozeduren: trifft nicht zu / entfällt Ambulante Operationen
trifft nicht zu / entfällt Med. Versorgungsschwerpunkte
Aseptische Herstellung parenteral zu verabreichender Mischinfusionen info Täglich, auch am Wochenende, werden in dieser Herstellungsabteilung patientenindividuelle Zubereitungen zur parenteralen Ernährung und Therapie frühgeborener oder schwerkranker Kinder bzw. erwachsener Tumorpatienten bereits mit Applikationssystem hergestellt. Die zentrale Herstellung bietet zum einen wirtschaftliche Vorteile, da angebrochene teure Fertigarzneimittel stationsübergreifend portioniert und eingesetzt werden können. Zum anderen erhöht sie die Arzneimittelsicherheit, da alle eingehenden Verordnungen einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden. Ferner wurde für die pädiatrischen Abteilungen eine spezielle Verordnungssoftware ("Visite 2000") erstellt, die über eine Schnittstelle die Verknüpfung von ärztlicher Verordnung mit einer Abfüllanlage für großvolumige Ernährungslösungen ermöglicht. Die übersichtliche standardisierte Etikettierung der Zubereitungen trägt zur sicheren Handhabung auf den Stationen bei. Herstellung von Prüfmedikation für klinische Studien info Insgesamt war die Apotheke im Jahr 2010 an der Durchführung von 130 Studien (+30 %) beteiligt, allein 51 Studien wurden neu initiiert. Fast 100 Studien erfordern eine aseptische Herstellung von zytotoxischen Substanzen oder Antikörpern. Bei etwa 30 Studien wird die Lagerhaltung, Dokumentation und Abgabe oraler Prüfmedikation übernommen. Als Voraussetzung für diese Aufgaben fordern Firmen vermehrt ein GCP-Zertifikat der Apothekenmitarbeiter. Daher schlossen 2010 acht Apothekenmitarbeiter ein GCP-Training der CenTrial GmbH erfolgreich ab.
Im Rahmen einer Herstellungserlaubnis nach § 15 AMG stellt die Apotheke des Universitätsklinikums Ulm selbst Kapseln, Lösungen und aseptische Zubereitungen zur Anwendung im Rahmen von klinischen Prüfungen her. Für 8 Studien wurden im Rahmen der Eigenherstellung Kapseln hergestellt oder Blister randomisiert verpackt. Für diese Studien erstellen wir auch die, die Prüfmedikation betreffenden, Unterlagen zur Einreichung beim BfArM.
Beratung und Information info Die Ärzte und das Pflegepersonal werden in allen Fragen zur Arzneimitteltherapie beraten. Vielfältige Verbrauchauswertungen (stationsbezogen, bezogen auf bestimmte Arzneimittelgruppen oder Verlaufsentwicklungen) helfen in Zeiten erhöhten Kostendrucks bei der Berücksichtigung ökonomischer Aspekte der Arzneimitteltherapie.
Die Apotheke ist ein Mitglied des regionalen Arzneimittelinformationszentrums (RAiZ) der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. Die Aufgabe des Zentrums ist die Beantwortung von unter anderem klinisch-pharmazeutischen und pharmakologischen Anfragen öffentlicher Apotheken.
Die Apotheke ist rechtlich für die umgehende Umsetzung von Arzneimittelrückrufen verantwortlich. Sie informiert die entsprechenden Stationen und wickelt die Rücksendung der Ware ab. 22 Arzneimittelrückrufe (+47% gegenüber Vorjahr) und 25 Rote-Hand-Briefe (+67%) mussten 2010 abgewickelt werden.
Der Apotheke obliegt ferner die Geschäftsführung der Arzneimittel- und der Diagnostikakommission.
Verwaltungsdienstleistungen sowie Erfüllung gesetzlicher Auflagen info Die Belieferung, Abgabe und Applikation sämtlicher chargenpflichtiger Präparate nach dem Transfusionsgesetz wie z. B. Blutgerinnungsfaktoren wird zentral in der Apotheke des Universitätsklinikums erfasst, dokumentiert und rückverfolgt.
Gemäß § 14 des Apothekengesetzes und § 32 der Apothekenbetriebsordnung müssen auf allen versorgten 178 Stationen die Vorräte an Arzneimitteln und Medizinprodukten hinsichtlich ihrer korrekten Lagerung, optimaler Lagerhaltungsmenge und ihrer Haltbarkeit überprüft werden.
Die Apotheke führt die Abrechnung ambulant verabreichter Therapien mit den gesetzlichen Krankenkassen durch. Im Jahr 2010 wurden 25.825 Rezeptzeilen abgerechnet. Der Abrechnungsaufwand stieg stark an, da die Daten viel umfangreicher nach §300 SGB V und der technischen Anlage 1 an die Krankenkassen übermittelt werden müssen.
Die Applikationen von Zusatzentgelt-relevanten bzw. NUB-Medikamenten werden von der Apotheke in das hausinterne Abrechnungssystem eingespielt
Herstellung von Rezepturen und Defekturen info Die Herstellungsabteilung Rezeptur/Galenik fertigt einerseits patientenindividuelle Zubereitungen (Rezepturen) in allen Darreichungsformen, wie z.B. Kapseln, die eine kindgerechte Dosierung ermöglichen. Drei derartige Rezepturen erfüllten alle im Rahmen von Ringversuchen des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker erhobenen Qualitätsanforderungen voll.
Andererseits werden auch Arzneimittel in Chargengrößen von bis zu 100 abgabefertigen Packungseinheiten hergestellt. Dies sind nicht käufliche zu erwerbende Arzneimittel, teure Import-Arzneimittel, deren Eigenherstellung wirtschaftlicher ist oder Fertigarzneimittel, die nur in ungeeigneten Abpackungen zur Verfügung stehen. Durch Produktionseinstellung oder längerfristige Lieferengpässe von pharmazeutischen Herstellern ist die Eigenherstellung immer häufiger gefordert. So mussten Chloralhydrat-Rectiolen, sterile Paraffinum perliquidum Ampullen 2,5 ml sowie eine Hydrocortisonacetat-Augensalbe selbst hergestellt werden.
Versorgung mit Reagenzien info Im Jahr 2010 wurden von der Reagenzienabteilung für die Routine- und Forschungslabore des Klinikums und einiger angeschlossener Universitätsabteilungen 14.473 Bestellungen mit 39.277 Bestellpositionen an Chemikalien, in-vitro-Diagnostika, Zellkultur- und molekularbiologische Reagenzien getätigt. Gegenüber dem Jahr 2009 stiegen die Ausgaben um ca. 3 5.
Daneben wurden über 40.000 Liter bidestilliertes Wasser, ca. 16.600 kg Trockeneis sowie eine Vielzahl an Chemikalien und Produkten für die Zellkultur aus dem Lagervorrat abgegeben.
In der Diagnostikakommission, deren Geschäftsführung der Apotheke obliegt, wurden die Voraussetzungen für eine vernetzte Blutzuckermessung mit zentraler Qualitätssicherung durch die ZE Klinische Chemie geschaffen. Ferner wurde die gesetzeskonforme Durchführung gentechnischer, diagnostischer Untersuchungen und die damit zusammenhängende umfassende Beratung der Patienten gemäß Gendiagnostikgesetz diskutiert.Aseptische Herstellung zytostatischer Zubereitungen info Die Mitarbeiter im Zentralen Zytostatika Service stellen den behandelnden Ärzten patientenbezogen applikationsfertige Zubereitungen von Zytostatika und weiteren potentiell zytotoxischen Wirkstoffen, wie Virustatika, zur Verfügung. Ein lückenloses Monitoring aller Anforderungen trägt zur sicheren und qualitativ hochstehenden Arzneimitteltherapie der onkologischen Patienten bei.
Die Herstellungssoftware der Apotheke ist in das EDV-System des Universitätsklinikums eingebunden und unterstützt die Weitergabe von Informationen für Abrechnung und Controlling. Zusammen mit der Inneren Medizin III und dem ZIK wird derzeit ein Verfahren erarbeitet, mit dem die Ärzte ihre Verordnungen für Chemotherapien einfacher und sicherer erstellen können.
Der Zentrale Zytostatika Service liefert auch an externe Kunden, vor allem an öffentliche Apotheken, die für den Umgang mit zytotoxischen Substanzen nicht ausgerüstet sind.
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote
trifft nicht zu / entfällt Komfort & Service
trifft nicht zu / entfällt Apparative Ausstattung
trifft nicht zu / entfällt Personelle Ausstattung
Fachärztliche Qualifikation(en): trifft nicht zu / entfällt Pflegerische Qualifikation(en): trifft nicht zu / entfällt Therapeutisches Personal: Pharmazeutisch-technische Assistenten info Derzeit sind an der Apotheke des Universitätsklinikums Ulm sechzehn Pharmazeutisch-technische Assistenten angestellt. Davon arbeiten fünf PTAs in Teilzeit. PTAs werden überwiegend in den verschiedenene Bereichen der Arzneimittelherstellung (Aseptische Herstellung parenteral zu verabreichender Mischinfusionen, Zentraler Zytostatikaservice und Abteilung Rezeptur/Galenik) und im Bereich der Arzneimittelprüfung (Qualitätskontrolle) eingesetzt. Apothekenarbeiter/in Apothekenherfer/in Chemisch-techn.Assistent/in Apotheker und Apothekerin info An der Apotheke des Universitätsklinikums Ulm waren 2010 sieben Apotheker als Vollzeitbeschäftigte und drei Apotheker in Teilzeit beschäftigt.
- Weitere Informationen im Internet
