Zentrum für Kinder und Jugendliche Inn-Salzach e. V., Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

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Ambulante Behandlung

Fachabteilung Bezeichnung der Ambulanz Leistung(en)
Kinder- und Jugendpsychiatrie Altötting, Institutsambulanz und Tagesklinik  Institutsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Kinder und Jugendliche Inn-Salzach  Leistungen zur ambulanten Behandlungsmöglichkeit zeigen  

Medizinische VersorgungsschwerpunkteMedizinisch-pflegerisches Angebot

ADHS info Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), als Synonym wird auch die Bezeichnung Hyperkinetische Störung verwendet, drückt sich aus in einer Symptomatik von erheblicher motorischer Unruhe, eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit und aggressiv-impulsivem Handlungsstil. ADHS wird oft erst nach der Einschulung erkannt, wenn ein Kind wegen seiner Verhaltensauffälligkeiten dem erwarteten Leistungsanspruch nicht gerecht werden kann. Unbehandelt ist ADHS ein Risikofaktor, z. B. für die zusätzliche Entwicklung einer Sozialverhaltensstörung. Übergänge der Störung ins Jugend- und Erwachsenenalter sind nicht selten. Familienberatung unter Einbeziehung der Schule, verhaltenstherapeutische Strategien und - bei den ausgeprägten Fällen - Pharmakotherapie, bilden hier den Behandlungsansatz.
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Essstörungen info Magersucht und Bulimie sind hierbei die zwei häufigsten Krankheitsbilder. Magersucht (Anorexia nervosa) ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten oder aufrecht erhaltenen Gewichtsverlust charakterisiert. Meistens sind von dieser Störung Mädchen oder junge Frauen betroffen. Bulimische Patientinnen fallen durch wiederholte Anfälle von Heißhunger und einer übertriebenen Beschäftigung mit der Kontrolle des Körpergewichts auf. Im Rahmen der Essattacken werden in sehr kurzer Zeit große Mengen Nahrungsmittel zugeführt, die anschließend wieder erbrochen werden. Es besteht eine krankhafte Furcht davor, dick zu werden. Manchmal treten Anorexie und Bulimie bei der selben Patientin auf. Depressive Symptome und schwerwiegende organische Erkrankungen können Essstörungen begleiten. In beiden Fällen ist neben einer Normalisierung des Körpergewichts und des Essverhaltens eine Stabilisierung der Stimmung und eine Klärung möglicherweise vorhandener familiärer Konflikte das Therapieziel.
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Teilleistungs- und Entwicklungsstörungen info Hier sind spezielle Bereiche der kindlichen Entwicklung - etwa Sprache, Motorik, Lese-/Rechtschreib- oder soziale Kontaktfähigkeit - kombiniert oder im Verhältnis zu anderen deutlich zurückgeblieben. Erhebliche Schwierigkeiten im Sprachausdruck bzw. Sprachverständnis, verlangsamte und ungeschickte Bewegungsabläufe, Probleme beim Erlernen des Schreibens und Lesens und tiefgreifende Beeinträchtigungen in der zwischenmenschlichen Interaktion können Hinweise auf solche Entwicklungsstörungen sein. Da sie sich in aller Regel nicht von alleine "auswachsen", ist eine Behandlung mit störungsspezifischen Trainingsprogrammen meist unverzichtbar. Extreme Zurückgezogenheit oder auch aggressives Verhalten sind mögliche Begleitsymptome, die zusätzlich etwa eine Verhaltenstherapie erfordern.
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Ambulante Betreuung von Patienten mit einer geistigen Behinderung info Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung zeigen neben Entwicklungsstörungen oft zusätzliche Verhaltensprobleme und psychische Auffälligkeiten, welche eine spezialisierte umfassende Behandlung erfordern.
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Depressionen info Depressionen, bzw. affektive Störungen, äußern sich bei Kindern und Jugendlichen in einer entwicklungstypischen, oft unspezifischen Symptomatik. Während Klein- und Vorschulkinder etwa unter einer Spielhemmung und Schlafstörungen leiden, kommt es bei jüngeren Schulkindern z. B. zu körperlichen Beschwerden, Niedergeschlagenheit, gelegentlicher Gereiztheit und einer Lernhemmung. Bei älteren Schulkindern und Jugendlichen ähnelt die depressive Symptomatik immer mehr der des Erwachsenenalters. Sie ist gekennzeichnet durch eine oft lang anhaltende depressive Verstimmung, Antriebsmangel, Verlust der üblichen Interessen und des Selbstvertrauens. Wegen des nicht ganz geringen Suizidrisikos, gerade im Jugendalter, ist eine rechtzeitige psychiatrische Diagnostik und Therapie unumgänglich.
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Autistische Störungen info Störungen aus dem autistischen Spektrum gehören zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen und sind gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Symptomen aus verschiedenen Merkmalsbereichen. Probleme in der sozialen Kommunikation und in der Interaktion sowie die Besonderheiten in der Wahrnehmung und das Vorhandensein von ausgeprägten Sonderinteressen bilden das Wesen der autistischen Störungen. Das typische Erscheinungsbild des frühkindlichen Autismus oder des Asperger Syndroms variiert in Abhängigkeit des Entwicklungsstandes und des Alters der Betroffenen. Die große Variabilität innerhalb der Gruppe der tiefgreifenden Störungen führt oft zu Verwirrung, zu Schwierigkeiten und Verzögerungen in der diagnostischen Einschätzung sowie in der therapeutischen Versorgung der Patienten.
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Psychosen info Schwere Störungen des Realitätsbezugs, von denen bereits Jugendliche betroffen sein können. Im Vordergrund stehen oft Verwirrtheit, Befürchtungen und Ängste, aggressive Erregtheit oder Zurückgezogenheit. Stimmenhören oder optische Halluzinationen können das Krankheitsbild ergänzen. Unterschieden werden die schizophrenen Psychosen oder die Manien im Rahmen einer bipolaren Störung von den körperlich begründbaren Psychosen, die häufiger bei Drogenmissbrauch, seltener bei Hirnerkrankungen, auftreten können. Die Akutbehandlung erfolgt in der Regel vollstationär (Kooperation mit Kliniken mit entsprechendem Behandlungsangebot liegt vor). Oftmals muss bei jugendlichen Psychotikern mit einem längeren Verlauf gerechnet werden, bei dem neben einer medikamentösen Behandlung auch intensive psycho- und soziotherapeutische Verfahren unter Einbeziehung der Familie angezeigt sind. Es erfolgen Diagnostik und poststationäre Nachbehandlungen.
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Pharmakotherapie info Bei bestimmten psychiatrischen Störungsbildern ist die ärztlich kontrollierte Verordnung eines Medikamentes - zumindest über einen gewissen Zeitraum - therapeutisch sehr hilfreich, manchmal sogar unverzichtbar (z. B. bei akuten Psychosen). Sie ist aber immer nur ein Teilaspekt eines breit gefächerten Behandlungsansatzes. Psychopharmakotherapeutische Maßnahmen erfolgen - von Notfällen abgesehen - stets im verantwortungsvollen Einvernehmen mit dem Patienten und seinen Eltern, bzw. Sorgeberechtigten.
Klettern info Neben der Förderung der motorischen Fähigkeiten werden realistische Selbsteinschätzung, Vertrauen und Halt-Geben angebahnt.
Neurofeedback-Therapie info Durch eingeübte Entspannung und Aufmerksamkeitsfokussierung können Kinder und Jugendliche ihre eigene Hirnaktivität, die wie beim Elektroenzephalogramm (EEG) abgeleitet wird, verändern. Dies wird z. B. durch das Springen einer Maus über die Hochsprungstange auf einem Bildschirm dargestellt. Der Patient erhält dabei also eine optische Rückmeldung (Feedback) über eine von ihm erfolgreich eingesetzte Strategie zur Veränderung seiner hirnelektrischen Aktivitäten. Das Kind kann diese erlernte Technik z. B. im Schulunterricht anwenden, um seine Aufmerksamkeit besser zu steuern. Erste wissenschaftliche Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieses Verfahren speziell bei ADHS, bei der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten eine maßgebliche Rolle spielen, eine mehrdimensionale Therapie erfolgreich ergänzen kann.
Angehörigenbetreuung/ -beratung/ -seminare info Um Eltern kompetent, aber auch sensibel dafür zu machen, ihr Kind in der Krankheit zu begleiten und zu unterstützen, müssen sie selbst gut beraten werden. Dies wird in der Elternarbeit durch Gespräche, Trainings- und Elterngruppen, Informationsabende und die aktive Einbindung in den therapeutischen Prozess erreicht.
Beratung/ Betreuung durch Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen info Um Patienten und ihren Familien in psychiatrischen Krisensituationen bei sozialrechtlichen Fragen Orientierungs-, Planungs- und Entscheidungshilfen zu geben, werden gemeinsam mit den behandelnden Ärzten und Therapeuten Ziele, Strukturen und Lösungsansätze erarbeitet. Hierbei kann es etwa um die weitere adäquate Ausbildungs- und Berufsplanung, eine Hilfeplan-Maßnahme des Jugendamtes oder die Weichenstellung für ein therapeutisches Projekt im Anschluss an die stationäre Behandlung geben.
Bewegungstherapie z.B. Feldenkrais, Eurhythmie info In der Bewegungs- und Sporttherapie sollen das seelische und körperliche Wohlbefinden und die soziale Kompetenz gefördert werden. Ziele dabei sind z. B. körperliche Aktivierung, Erweiterung des Bewegungsrepertoires und des Körperausdrucks sowie eine positive, gesunde Einstellung zum Körper.
Ergotherapie/Arbeitstherapie info Durch handlungsorientierte Maßnahmen und Übungen im handwerklichen, gestalterischen und spielerischen Bereich werden Geschicklichkeit, soziale Kompetenz, Interaktions- und Ausdrucksfähigkeit des Patienten gestärkt. Zielsetzung ist es, über eine Stärkung der motorischen und kognitiven Fertigkeiten vor allem Selbstvertrauen und Selbständigkeit zu fördern und zu verbessern.
Kreativtherapie/Kunsttherapie/Theater-therapie/Bibliotherapie info Innerseelische Prozesse werden durch die Kunsttherapie in vielfältigen Gestaltungsarbeiten sichtbar gemacht. Durch Malen, Zeichnen und Modellieren werden für den Patienten selbst und für seinen Therapeuten unbewusste Konflikte mobilisiert und ins Bewusstsein geführt. In den Arbeiten der Kinder finden psychische Problemfelder ihren Ausdruck, die anschließend besprochen und möglicherweise aufgelöst werden können. Außerdem wird die Kreativität angeregt.
Musiktherapie info Da gerade seelisch beeinträchtigte Kinder und Jugendliche oft nur begrenzt in der Lage sind, ihre Gefühle und Konflikte mit Worten auszudrücken und zu reflektieren, bietet die Musiktherapie eine gute Möglichkeit, diesen nonverbal einen Audruck zu geben.
Pädagogisches Leistungsangebot info Die Kinder- und Jugendpsychiatrie bezieht ihre Wurzeln auch aus der Heilpädagogik, unter der man früher vor allem die erzieherische und schulische Betreuung und Unterrichtung seelisch und körperlich behinderter Kinder und Jugendlicher verstand. Heilpädagogische Behandlungselemente sind auch heute im kinder- und jugendpsychiatrischen Klinikalltag überall dort indiziert, wo psychisch gestörte Heranwachsende durch gezielte Stärkung ihrer emotionalen oder intellektuellen Schwächen in ihrer Entwicklung gefördert werden können.
Psychologisches/psychotherapeutisches Leistungsangebot/ Psychosozialdienst info Psychotherapie ist ein integratives Gesamtkonzept zur Behandlung von seelischen Störungen mit individuell ausgewählten, erprobten Methoden - speziell auf der Beziehungsebene zwischen Therapeut und jungen Patienten. Unterschiedlich gewichtet kommen hier verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische, systemische, körperkoordinierte und kreative Therapieansätze zur Anwendung. Unter aktiver Mitwirkung des Patienten werden im einzel- , gruppen- und familientherapeutischen Setting - neben den an die Störung und die Persönlichkeit des Patienten gekoppelten Problemfeldern - auch Aspekte des Zusammenlebens mit der Familie oder anderen wichtigen Bezugspersonen bearbeitet. Wichtiges Ziel ist eine Stärkung des Selbstwertgefühls und der sozialen Kompetenz im Umgang mit Gleichaltrigen.
Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von Patienten und Patientinnen sowie Angehörigen info Nicht selten finden sich bei der diagnostischen Beratung von kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbildern Hinweise darauf, dass bei ihrer Entstehung und Aufrechterhaltung auch festgefahrene negative Verhaltensmuster in Familien oder anderen sozialen Beziehungsstrukturen einen bedeutenden Einfluss ausüben. Um diese aufzulösen und positive Veränderungen anzustoßen, werden Interaktionsprozesse sowie verbale und emotionale Kommunikationsstrukturen in der Familie gemeinsam beobachtet und hinterfragt.
Spezielles pflegerisches Leistungsangebot info Soll die Qualität und Intensität der individuellen Beziehung zwischen dem jungen Patienten und einem einzelnen Betreuer stärken. Dieser übernimmt als spezieller Begleiter in der Tagesklinikgruppe die Gestaltund des Beziehungsprozesses. Dies geschieht im strukturierten pädagogischen Alltag, z. B. in Kurzkontakten, über Gesten und Worte, durch intensive Einzel- oder Gruppengespräche, durch Freizeitgestaltung oder durch Kontaktpflege zum sozialen Umfeld des Patienten auch außerhalb der Klinik. So wird der Jugendliche dabei unterstützt, mehr Selbständigkeit und Selbstsicherheit zu entwickeln.
Stimm- und Sprachtherapie/ Logopädie info Meistens als Einzeltherapie angesetzt, werden in der Sprachtherapie Maßnahmen zur Verbesserung der Sprache, des Redeflusses und der Stimme angewendet. Sprachübungen und ein kontinuierlicher Arbeitsprozess mit dem Therapeuten sind hierbei die Grundlage.

Akademische LehreAusbildung in anderen Heilberufen

trifft nicht zu / entfällt
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Patientenbefragung(en)Beschwerdemanagement

Informationen zur Patientenbefragung stehen nicht zur Verfügung.
Informationen zum Beschwerdemanagement stehen nicht zur Verfügung.

Komfort & Service Disease-Management-Programme (DMP)

Es wurden keine Komfort- & Servicemerkmale angegeben
Das Krankenhaus nimmt an keinem Disease-Management-Programm (DMP) teil.