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Gallenblasenentfernung: Ungeplante Folgeoperation(en) wegen Komplikation(en)

Auf was ist zu achten:

Nach einer Gallenblasenentfernung sollten in der Regel keine Folgeoperationen aufgrund von Komplikationen erforderlich sein.

Warum sollte darauf geachtet werden?

Treten nach einer Operation Komplikationen auf und eine ungeplante Folgeoperation (Reintervention) wird nötig, so hat dies erheblich Auswirkungen für die Patient(inn)en:
-    Der Heilungsprozess verzögert sich, wodurch sich der Krankenhausaufenthalt verlängert.
-    Weitere Operationen bringen weitere Risiken mit sich.
-    Häufig müssen die Betroffenen zusätzlich Medikamente einnehmen.
-    Insgesamt sind die Patient(inn)en einer erheblich größeren körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt.
Allerdings können auch während einer Gallenblasenoperation schwerwiegende Komplikationen auftreten, wie z. B. Verletzungen des Darmes oder von Blutgefäßen. Eine der folgenschwersten Komplikationen ist die Verletzung oder Durchtrennung des Hauptgallengangs während der Operation. Geplante Eingriffe ziehen in der Regel weniger Komplikationen nach sich als Notfalloperationen.
Das Ziel aller Krankenhäuser muss es daher sein, Komplikationen zu vermeiden, die Folgeoperationen notwendig machen.

Wie wird die Versorgung eines Krankenhauses überprüft?

Das Krankenhaus dokumentiert die Behandlung aller Patienten detailliert, z.B. auch ob eine Komplikation auftrat, die eine Folgeoperation notwenig machte.

Aus diesen Angaben werden Kennzahlen berechnet, die angeben, wie hoch der Anteil der Patienten ist, bei denen die empfohlenen Maßnahmen durchgeführt wurden. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie sorgfältig in der jeweiligen Klinik gearbeitet wird.

Sollte diese Kennzahl jedoch bei einigen Krankenhäusern oberhalb des Standardwertes liegen, so wird dort nicht automatisch schlecht gearbeitet. Die Kennzahlen zeigen dem Krankenhaus nur, wo es liegt. Regelmäßig treffen sich Expertenkommissionen, welche die Kennzahlen der Klinik analysieren und prüfen, ob Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Die Kennzahlen sind daher ein Anhaltswert, dürfen aber nicht als einziges Kriterium herangezogen werden, da sich die Krankheitsbilder der Patienten stark unterscheiden und somit zu unterschiedlichen Kennzahlen führen können.

Die Kennzahl

Optimaler Wert: 0,0%
Deutscher Durchschnitt: 1,11%.
Das bedeutet, dass bei 1 bis 2 von 100 Patient(inn)en eine Komplikation auftrat, die eine Folgeoperation nach sich zog.
Krankenhäuser mit einer Kennzahl von weniger als 1,11% liegen über dem Durchschnitt, solche mit einer Kennzahl von mehr als 1,5% haben ein auffälliges Ergebnis. Für diesen Qualitätsindikator kann keine medizinisch-pflegerisch begründbare Grenze für eine tatsächlich erreichbare gute Qualität festgelegt werden. Als Orientierungshilfe zur Bewertung der Krankenhausergebnisse kann das durchschnittliche Ergebnis in Deutschland (Gesamtrate) herangezogen werden.

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