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Eine Operation zur Behandlung von Verengungen der Halsschlagader soll bei Patienten bei denen bisher keine Krankheitsanzeichen aufgetreten sind (asymptomatisch) in der Regel nicht erfolgen, wenn die Verengung weniger als 60 Prozent beträgt.
Warum sollte darauf geachtet werden?
Auch wenn keine Symptome vorliegen, kann eine operative Beseitigung der Verengung einer Halsschlagader von Vorteil sein. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Durchlässigkeit um über 60% verringert ist. Durch eine Operation halbiert sich im Verlauf der nächsten fünf Jahre die Schlaganfallrate bzw. das Risiko zu sterben von 12 auf 6 Prozent.
Dennoch muss eine sorgfältige Abwägung der Risiken stattfinden. So können sich z. B. während der Operation Kalkablagerungen (Plaques) von den Innenwänden der Halsschlagader lösen. Gelangen diese mit dem Blutfluss in das Gehirn, können sie dort Gefäße blockieren und das Absterben von Gehirnzellen verursachen. Sollte es dazu kommen, sind dauerhafte Schäden für den Patienten möglich.
Hintergrundinformation:
Was haben Halsschlagaderverengungen für Auswirkungen?
Durch Verengungen oder Verschlüsse der Halsschlagader können Schlaganfälle verursacht werden. Ursachen dieser Verengungen (Karotisstenosen) können z. B. Verkalkungen sein. Da das Schlaganfallrisiko entscheidend vom Ausmaß der Verengung (Stenosegrad) der Halsschlagader abhängt, hat die genaue Feststellung der Halsschlagaderverengung eine besonders große Bedeutung.
Es gibt zwei verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten einer Halsschlagaderverengung. Gewöhnlich entwickelt sie sich schleichend und ohne Krankheitsanzeichen (Symptome) und wird dann häufig erst durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt. Dies wird als asymptomatische Karotisstenose bezeichnet. Die andere Möglichkeit, die symptomatische Karotisstenose, ist eine Verengung mit Krankheitsanzeichen. Hierbei treten z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen auf, die auf eine Verengung hinweisen.
In der frühen Phase (d. h. bei weniger als 60 Prozent Verengungsgrad) ist bei symptomlosen Verengungen der Halsschlagader das Schlaganfallrisiko im Vergleich zu gesunden Menschen, deren Halsschlagadern nicht eingeengt sind, nur leicht erhöht. Bei Einnahme von Medikamenten, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen, kann es gesenkt werden.
In schlimmeren Fällen kann eine Operation an der Halsschlagader diese Verengungen beseitigen und dadurch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, senken.
Wie wird die Versorgung eines Krankenhauses überprüft?
Das Krankenhaus dokumentiert die Behandlung aller Patienten detailliert, z. B. auch, wie hoch der Grad der Verengung im Vorfeld einer Operation war und ob beim jeweiligen Patienten Symptome auftraten.
Aus diesen Angaben werden Kennzahlen berechnet, die zeigen, wie hoch der Anteil der Patienten ist, bei denen die Vorschriften beachtet wurden. Mit Hilfe der Kennzahlen lassen sich die Kliniken untereinander vergleichen.
Sollte diese Kennzahl jedoch bei einigen Krankenhäusern im Vergleich höher liegen, so wird dort nicht automatisch schlecht gearbeitet. Die Kennzahlen zeigen den Krankenhäusern nur, wo sie liegen. Regelmäßig treffen sich Expertenkommissionen, welche die Kennzahlen der Klinik analysieren und prüfen, ob Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Die Kennzahlen sind daher ein Anhaltswert, dürfen aber nicht als einiges Kriterium herangezogen werden. Krankheitsbilder und Voraussetzungen der Patienten, wie zum Beispiel das Alter und die Fitness, sind stark unterschiedlich und können zu abweichenden Kennzahlen führen.
Die Kennzahl
Optimaler Wert: 100%
Deutscher Durchschnitt: 91,43%
Folglich wurden im Jahr 2006 im Durchschnitt bei 91 bis 92 von 100 Patienten ohne erkennbare Krankheitsanzeichen, deren Halsschlagader zu mindestens 60% eingeengt war, operiert.
Damit liegen Krankenhäuser mit einem Wert von mehr als 91,43% besser als der Durchschnitt. Da es für diesen Indikator jedoch keine klar belegbare Grenze für gute Qualität gibt, wurde ein Referenzbereich festgelegt, der besonders auffällige Ergebnisse kennzeichnet. Gemäß diesem Bereich haben Krankenhäuser mit einer Kennzahl von mind. 80% das Qualitätsziel erreicht und erst Werte, die darunter liegen, gelten als ein auffälliges Ergebnis.
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Halsschlagaderoperation: Entscheidung zur Operation einer Verengung der Halsschlagader ohne erkennbare Krankheitszeichen
Worauf ist zu achten?Eine Operation zur Behandlung von Verengungen der Halsschlagader soll bei Patienten bei denen bisher keine Krankheitsanzeichen aufgetreten sind (asymptomatisch) in der Regel nicht erfolgen, wenn die Verengung weniger als 60 Prozent beträgt.
Warum sollte darauf geachtet werden?
Auch wenn keine Symptome vorliegen, kann eine operative Beseitigung der Verengung einer Halsschlagader von Vorteil sein. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Durchlässigkeit um über 60% verringert ist. Durch eine Operation halbiert sich im Verlauf der nächsten fünf Jahre die Schlaganfallrate bzw. das Risiko zu sterben von 12 auf 6 Prozent.
Dennoch muss eine sorgfältige Abwägung der Risiken stattfinden. So können sich z. B. während der Operation Kalkablagerungen (Plaques) von den Innenwänden der Halsschlagader lösen. Gelangen diese mit dem Blutfluss in das Gehirn, können sie dort Gefäße blockieren und das Absterben von Gehirnzellen verursachen. Sollte es dazu kommen, sind dauerhafte Schäden für den Patienten möglich.
Hintergrundinformation:
Was haben Halsschlagaderverengungen für Auswirkungen?
Durch Verengungen oder Verschlüsse der Halsschlagader können Schlaganfälle verursacht werden. Ursachen dieser Verengungen (Karotisstenosen) können z. B. Verkalkungen sein. Da das Schlaganfallrisiko entscheidend vom Ausmaß der Verengung (Stenosegrad) der Halsschlagader abhängt, hat die genaue Feststellung der Halsschlagaderverengung eine besonders große Bedeutung.
Es gibt zwei verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten einer Halsschlagaderverengung. Gewöhnlich entwickelt sie sich schleichend und ohne Krankheitsanzeichen (Symptome) und wird dann häufig erst durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt. Dies wird als asymptomatische Karotisstenose bezeichnet. Die andere Möglichkeit, die symptomatische Karotisstenose, ist eine Verengung mit Krankheitsanzeichen. Hierbei treten z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen auf, die auf eine Verengung hinweisen.
In der frühen Phase (d. h. bei weniger als 60 Prozent Verengungsgrad) ist bei symptomlosen Verengungen der Halsschlagader das Schlaganfallrisiko im Vergleich zu gesunden Menschen, deren Halsschlagadern nicht eingeengt sind, nur leicht erhöht. Bei Einnahme von Medikamenten, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen, kann es gesenkt werden.
In schlimmeren Fällen kann eine Operation an der Halsschlagader diese Verengungen beseitigen und dadurch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, senken.
Wie wird die Versorgung eines Krankenhauses überprüft?
Das Krankenhaus dokumentiert die Behandlung aller Patienten detailliert, z. B. auch, wie hoch der Grad der Verengung im Vorfeld einer Operation war und ob beim jeweiligen Patienten Symptome auftraten.
Aus diesen Angaben werden Kennzahlen berechnet, die zeigen, wie hoch der Anteil der Patienten ist, bei denen die Vorschriften beachtet wurden. Mit Hilfe der Kennzahlen lassen sich die Kliniken untereinander vergleichen.
Sollte diese Kennzahl jedoch bei einigen Krankenhäusern im Vergleich höher liegen, so wird dort nicht automatisch schlecht gearbeitet. Die Kennzahlen zeigen den Krankenhäusern nur, wo sie liegen. Regelmäßig treffen sich Expertenkommissionen, welche die Kennzahlen der Klinik analysieren und prüfen, ob Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Die Kennzahlen sind daher ein Anhaltswert, dürfen aber nicht als einiges Kriterium herangezogen werden. Krankheitsbilder und Voraussetzungen der Patienten, wie zum Beispiel das Alter und die Fitness, sind stark unterschiedlich und können zu abweichenden Kennzahlen führen.
Die Kennzahl
Optimaler Wert: 100%
Deutscher Durchschnitt: 91,43%
Folglich wurden im Jahr 2006 im Durchschnitt bei 91 bis 92 von 100 Patienten ohne erkennbare Krankheitsanzeichen, deren Halsschlagader zu mindestens 60% eingeengt war, operiert.
Damit liegen Krankenhäuser mit einem Wert von mehr als 91,43% besser als der Durchschnitt. Da es für diesen Indikator jedoch keine klar belegbare Grenze für gute Qualität gibt, wurde ein Referenzbereich festgelegt, der besonders auffällige Ergebnisse kennzeichnet. Gemäß diesem Bereich haben Krankenhäuser mit einer Kennzahl von mind. 80% das Qualitätsziel erreicht und erst Werte, die darunter liegen, gelten als ein auffälliges Ergebnis.
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