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Hüftgelenksersatz: Ausrenkung des künstlichen Hüftgelenkes nach der Operation

Worauf ist zu achten?

Nach dem Einsatz von neuen Hüftgelenken sollte in der Regel keine Ausrenkung des Gelenkes auftreten.

Warum sollte darauf geachtet werden?

Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes (Implantation) ist eine häufig durchgeführte, geplante und umfassend vorbereitete Operation. Dennoch können nach einer Hüft-Endoprothesen-Implantation, also postoperativ, Komplikationen vorkommen. Diese Komplikationen können zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten auftreten (Früh- und Spätkomplikationen). Die Patienten sind folglich einer erheblich größeren körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt, wenn der Heilungs- und Genesungsprozess wegen postoperativer Komplikationen und eventueller Folgeeingriffe länger dauert.
Es ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen der Qualitätsüberprüfung nur solche Komplikationen erfasst werden, die noch während eines Krankenhausaufenthaltes auftreten.

Wenn ein künstliches Hüftgelenk (Gelenkprothese) richtig eingesetzt wurde, sitzt es in der Regel sicher. Nur in Ausnahmefällen kommt es aufgrund von patientenindividuellen Voraussetzungen, wie eine unzureichende Muskulatur oder aus operationstechnischen Gründen zu einer Ausrenkung (Luxation) des neuen Gelenkes. Dabei rutscht der künstliche Hüftkopf aus dem Gleitlager der Hüftpfanne heraus. Zeichen hierfür sind ein plötzlich auftretender starker Schmerz in der Leistengegend sowie eine Unbeweglichkeit des Hüftgelenkes.

Diese Komplikation tritt meistens innerhalb der ersten acht Wochen nach der Operation auf und muss in jedem Fall korrigiert werden. Das Gelenk wird wieder eingerenkt (repositioniert), indem der Gelenkkopf wieder in die richtige Position der Hüftpfanne geschoben wird.
Zusätzlich zu den mit dieser Komplikation verbundenen starken Schmerzen kann es auch zu Folgeschäden kommen. Diese Gefahr besteht, wenn eine Ausrenkung zum wiederholten Mal auftritt. In diesem Fall kann eine nochmalige Operation zur Korrektur notwendig und dadurch die notwendige Stabilität des Hüftgelenkes dauerhaft geschädigt werden. Eine solche schwerwiegende Komplikation gilt es also weit möglichst zu vermeiden.

Wie wird die Versorgung eines Krankenhauses überprüft?


Das Krankenhaus dokumentiert die Behandlung aller Patienten detailliert, z. B. auch, ob sich das Hüftgelenk nach der Operation ausgerenkt hat.

Aus diesen Angaben werden Kennzahlen berechnet, die zeigen, wie hoch der Anteil der Patienten ist, bei denen eine Ausrenkung auftrat. Die Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Anteil auftretender Komplikationen der jeweiligen Klinik im Verhältnis zu anderen Kliniken ist. Geht man davon aus, dass sich die Komplikationen, welche aufgrund von schwierigen Eigenschaften der Patienten entstehen, ungefähr gleich verteilen, gibt die Kennzahl Aufschluss über die Sorgfältigkeit der Arbeit in den Krankenhäusern.

Sollte diese Kennzahl jedoch bei einigen Krankenhäusern im Vergleich höher liegen, so wird dort nicht automatisch schlecht gearbeitet. Die Kennzahlen zeigen den Krankenhäusern nur, wo sie liegen. Regelmäßig treffen sich Expertenkommissionen, welche die Kennzahlen der Klinik analysieren und prüfen, ob Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Die Kennzahlen sind daher ein Anhaltswert, dürfen aber nicht als einiges Kriterium herangezogen werden. Krankheitsbilder und Voraussetzungen der Patienten, wie zum Beispiel das Alter und die Fitness, sind stark unterschiedlich und können daher zu abweichenden Kennzahlen führen.

Die Kennzahl


Optimaler Wert: 0,00%
Deutscher Durchschnitt: 0,62%

Folglich trat im Jahr 2006 im Durchschnitt bei weniger als einem von 100 Patienten eine Ausrenkung des künstlichen Hüftgelenkes auf.

Damit liegen Krankenhäuser mit weniger als 0,62% besser als der Durchschnitt. Da es für diesen Indikator jedoch keine klar belegbare Grenze für gute Qualität gibt, wurde ein Referenzbereich festgelegt, der besonders auffällige Ergebnisse kennzeichnet. Gemäß diesem Wert, haben Krankenhäuser mit einem Wert von bis zu 5% das Qualitätsziel erreicht und erst Werte, die darüber liegen, gelten als ein auffälliges Ergebnis.

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