Alkohol gegen Stress

Alkohol gegen Stress

 

Gerd H. fing nach privaten Schicksalsschlägen und Stress am Arbeitsplatz an mehr Alkohol zu trinken.

„Mir wurde alles zu viel. Ich habe angefangen intensiv zu trinken, um meine Gefühle zu beruhigen und um schlafen zu können. Mein Körper gewöhnte sich an den Alkohol und ich brauchte immer größere Mengen. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, doch nach einiger Zeit war ich abhängig“.

Wie diesem Patienten geht es vielen Menschen, die in das AMEOS Klinikum Kaiserstuhl nach Vogtsburg-Bischoffingen kommen, um an dem von Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften gemeinsam ausgearbeiteten Qualifizierten Alkoholentzug teilzunehmen.

Nach aktuellen Schätzungen gibt es derzeit etwa 1,8 Millionen Alkoholabhängige in Deutschland. Ungefähr 9,5 Millionen Menschen konsumieren nach Expertenmeinung jedoch hierzulande Alkohol in gesundheitsgefährdender Weise. Alkohol risikoreich zu trinken bedeutet einen täglichen Konsum von mehr als zwei Standardgetränken bei Frauen, und von mehr als drei bis vier Standardgetränken bei Männern an über fünf Trinktagen pro Woche.

Erfreulicherweise gibt es in Deutschland ein sehr breites und professionelles Hilfsangebot mit unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten für Menschen, die einen Ausstieg aus der Alkoholabhängigkeit finden wollen und etwas für ihre körperliche und seelische Gesundheit tun möchten.

Um Hilfesuchende niederschwellig über die Bandbreite der aktuellen Behandlungsformen und Risiken rund um Alkoholabhängigkeit und Suchtrisiken zu informieren, pflegt das AMEOS Klinikum Kaiserstuhl gemeinsam mit unterschiedlichen Kompetenzpartnern, eine leserfreundlich aufgebaute redaktionelle Webseite mit zahlreichen interessanten Beiträgen aus der Suchthilfe und von Betroffenen. Auf der Homepage finden Betroffene, Angehörige und Experten Projektbeiträge, Interviews und anonyme Erfahrungsberichte.  

Auf Kompetenznetz-suchthilfe.de können Sie einen einfachen Selbsttest machen:

https://www.kompetenznetz-suchthilfe.de/selbsttest/

 

Gastautor: Carsten Spira, AMEOS Klinikum Kaiserstuhl

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