Die Arbeitssucht des Workaholics

In Japan gibt es ein Wort für den plötzlichen Tod durch Überarbeitung: Karoshi. Fleiß und Perfektionismus sind auch hierzulande erstrebenswerte Tugenden. Großer Fleiß und außerordentliche Hingabe für die Arbeit werden daher nicht unbedingt als problematisch erkannt. Dabei kann Arbeit zur echten Sucht werden. Im Gegensatz zu anerkannten Suchterkrankungen ernten Betroffene in ihrem beruflichen Umfeld Lob und Anerkennung für die überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft. Ihr privates Umfeld dagegen ist einem steten Zerfall ausgesetzt.

Die Arbeit beginnt alle Lebensbereiche zu dominieren: Was mit kleineren beruflichen Aufgaben, die "noch schnell" am Wochenende zu Hause erledigt werden, beginnt, nimmt immer mehr Freizeit in Anspruch. Aufkommende Schuldgefühle zu viel zu arbeiten und Freunde und Familie zu vernachlässigen, werden mit noch mehr und noch perfekterer Arbeit kompensiert. Die Arbeit betäubt Gefühle - der Teufelskreis beginnt.

Wie bei anderen Suchterkrankungen kann dieser Teufelskreis vom Betroffen nur sehr schwer alleine durchbrochen werden. Sehr wertvolle Unterstützung bieten Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, einen Perspektivenwechsel zu schaffen und die Arbeit wieder lediglich als Arbeit zu sehen -  nicht mehr und nicht weniger. Bevor das komplette private Leben zerstört ist.

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