Durchfall & Verstopfung

Jeder Erwachsene leidet im Durschnitt einmal jährlich an Durchfall. 

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Was ist Durchfall?

Im Durchschnitt erkrankt jeder Erwachsene einmal im Jahr an Durchfall (Diarrhoe). Mediziner definieren diesen so: Wenn innerhalb von 24 Stunden mindestens dreimal weicher oder sogar flüssiger Stuhl auftritt, leidet der Patient unter Diarrhoe. Akuter Durchfall ist in vielen Fällen harmlos. Das trifft insbesondere dann zu, wenn Patienten nicht zusätzlich auch unter Erbrechen leiden.

Dann reicht es aus, die Flüssigkeit durch vermehrtes Trinken auszugleichen. Fenchel-, Kamillen und Pfefferminztee helfen dabei, die Verdauung wieder zu beruhigen. 

 

Bei starkem Durchfall können elektrolytische Lösungen den Verlust von Flüssigkeit und Nährstoffe ausgleichen. Zu zuckerhaltige Lebensmittel sollten Patienten vermeiden. Cola ist entgegen der landläufigen Meinung also kein geeignetes Getränk bei Diarrhoe. Eine magenschonende Ernährung mit geriebenen Äpfel und Birnen, Zwieback oder Reis schont den Verdauungstrakt. Kohletabletten sind ein beliebtes Hausmittel bei Durchfall, allerdings ist ihre Wirkung nicht gesichert. 

Es gibt jedoch Fälle, in denen Patienten ihren Hausarzt aufsuchen sollten.

Das gilt dann, wenn starker Durchfall länger als drei Tage anhält oder zeitgleich regelmäßiges Erbrechen auftritt. Auch wenn er häufig ohne Ursache auftritt oder länger als zwei Wochen besteht, sollten Ärzte nach den Gründen forschen.

 

Was ist Verstopfung?

Wenn ein Patient weniger als dreimal wöchentlich Stuhlgang hat und dieser erschwert ist, reden Mediziner von Verstopfung (Obstipation). Der Stuhl ist dann hart und klumpig, teilweise empfinden Patienten den Stuhlgang deswegen als schmerzhaft und unangenehm. 

Eine Verstopfung ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Sie kann harmlose Ursachen haben, es können jedoch auch organische Darmerkrankungen wie Divertikulitis, Darmpolypen, Darmkrebs und andere vorliegen. Auch Medikamente können Darmbewegungen hemmen oder ihm Flüssigkeit entziehen.

Eine vorübergehende Obstipation ist häufig. Zu wenig Flüssigkeit, ballaststoffarme Kost, fehlende Bewegung und andere Faktoren wie Schichtarbeit können schnell zu Verstopfungen führen. Dann reicht schon die Änderung des Lebensstils aus, um den Stuhlgang zu normalisieren.

Anders ist es bei der chronischen Obstipation, von der Ärzte sprechen, wenn die Probleme mehr als drei Monate anhalten. Hier sollten Betroffene ihren Hausarzt aufsuchen, um die Gründe zu finden und zu beheben.

 

Gegen Verstopfungen gibt es allerhand Hausmittel wie Flohsamenschalen, Leinsamen oder Rettichsaft. Pflaumensaft und Trockenobst sollen ebenfalls hilfreich sein.

Viele der Mittel helfen, weil sie den Darm zu mehr Aktivität animieren. Bis die Wirkung eintritt, vergehen teilweise jedoch einige Tage. Dennoch sind probiotische Lebensmittel, ballaststoffreiche Kost und Bewegung sowie wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr oft kleine Wundermittel. Scheitern diese Hilfsmittel, können Patienten in Absprache mit ihrem Arzt zu Laxanzien greifen.

 

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Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheitsthemen und Medizin

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