Krankenhauseinlieferung durch den Rettungsdienst


Sei es durch einen Unfall, schwere Atemnot oder Bewusstlosigkeit – manche gesundheitlichen Vorfälle treffen uns einfach unerwartet und plötzlich. Glücklicherweise gibt es Rettungsdienste, die rund um die Uhr für uns im Einsatz sind und uns im Falle eines Notfalls schnell ins Krankenhaus einliefern und schon während der Fahrt ärztlich versorgen. So können wir sicher sein, dass wir in Notfall sehr schnell ärztliche Hilfe bekommen.

Doch wie läuft so eine Krankenhauseinweisung über den Rettungsdienst eigentlich ab? In welches Krankenhaus wird man eingeliefert und hat man dabei ein Mitbestimmungsrecht?

Ab wann handelt es sich um einen Notfall?

Ein Rettungswagen kommt immer dann, wenn ein gesundheitlicher Notfall vorliegt. Aber was genau ist ein Notfall? Ab wann ist es notwendig, einen Rettungswagen zu rufen? Grundsätzlich bedeutet ein Notfall, dass sich die betroffene Person in einer lebensbedrohlichen Situation befindet. Da sich das in vielen Fällen von anderen anwesenden Personen nicht gleich bestimmen lässt, sollte sicherheitshalber trotzdem ein Krankenwagen gerufen werden. Hier hat die Sicherheit der betroffenen Person Vorrang.

Sicher sein kann man sich jedoch bei Symptomen wie:

  • Bewusstlosigkeit
  • Unfällen mit schweren Verletzungen
  • Schwere Atemnot
  • Plötzlichen Brustschmerzen, da diese Anzeichen eines Herzinfarktes sein können
  • Starke Schmerzen
  • Allergischer Schock
  • Kreislaufkollaps
  • Plötzliche Sprachstörungen oder Lähmungen
  • Atem- oder Kreislaufstillstand

Wenn sicher ist, dass ein Krankenwagen gerufen werden muss, kommt hier die bekannte Nummer 112 zum Einsatz. Viele verwechseln diese Notfallnummer jedoch mit dem Krankentransport. Ein Krankentransport kommt dann zum Einsatz, wenn eine Person aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes kein eigenes Auto, kein Taxi oder anderes öffentliches Verkehrsmittel nutzen kann. Müssen diese Personen zu einer ärztlichen Untersuchung, können sie einen Krankentransport rufen. Hierfür gibt es verschiedene Organisationen, wie die Malteser, die solche Krankentransporte zur Verfügung stellen und für die es eigene Rufnummern gibt

In welches Krankenhaus wird man vom Rettungsdienst eingeliefert?

Im Falle eines Notfalles, der dringliche Handlung und Versorgung erfordert, steht die Nummer 112 zur Verfügung. Die Zentrale schickt daraufhin den nächsten Krankenwagen zum Einsatzort los und bringt den Patienten dann ins Krankenhaus. Normalerweise hat ein Patient die freie Krankenhauswahl, wo er gerne behandelt werden möchte.

Diese Wahl des Wunschkrankenhauses ist im Falle einer Einlieferung ins Krankenhaus mit dem Rettungsdienst oder Hubschrauber nicht möglich. Diese Wahl trifft der Rettungsarzt anhand der Entfernung zum Krankenhaus und des gesundheitlichen Zustandes des Patienten. Zudem muss der eingesetzte Rettungswagen schnell wieder für den nächsten Einsatz zur Verfügung stehen. Ein weiteres Kriterium ist, in welchem Krankenhaus es noch freie Betten für den Patienten gibt und welche Fachabteilung für die Behandlung des Patienten am besten geeignet ist.

Im Notfall besteht also keine freie Krankenhauswahl. Jedoch kann der Patient aufgrund der vielen Bestimmungen, welches Krankenhaus vom Krankenwagen angefahren wird, sichergehen, dass er immer am schnellsten und bestmöglichsten behandelt wird.

Nach der Einlieferung: Der Ablauf im Krankenhaus

Bei der Ankunft im Krankenhaus muss der Patient normalerweise ein Aufnahmeformular unterzeichnen. Da die meisten Patienten dazu, im Falle eines Notfalls, nicht in der Lage sind, wird dies zu einem späteren Zeitpunkt erledigt. Dies kann auch durch Angehörige oder Pflegekräfte erfolgen. Wichtig ist nur, dass festgestellt werden kann, um welchen Patienten es sich handelt und ob dieser unter Vorerkrankungen leidet, die mit den akuten Symptomen einhergehen könnten.

Wichtige Dokumente für die Einweisung ins Krankenhaus sind:

  • Die Krankenversicherungskarte
  • Dokumente, wie beispielsweise Vorbefunde und Röntgenbilder
  • Falls vorhanden Allergiepass, Medikamentenpass, Herzschrittmacherausweis etc.
  • Medikamentenliste

Diese sollten dem behandelnden Krankenhaus so schnell wie möglich zur Verfügung gestellt werden.

Der genaue Ablauf im Krankenhaus hängt dann natürlich mit der Erkrankung des Patienten zusammen. Die erste Versorgung des Patienten findet immer in der Notaufnahme statt. Danach können Behandlungen wie beispielsweise Blutuntersuchungen, EKG, Röntgen oder Ultraschall notwendig werden.

Liegen die endgültigen Behandlungsergebnisse vor, entscheidet das Behandlungsteam gemeinsam mit dem Patienten oder Angehörigen über das weitere Vorgehen. So kann es sein, dass keine weitere stationäre Behandlung notwendig ist und der Patient durch seinen Hausarzt daraufhin behandelt werden kann. Ist das der Fall, erhält der Patient bei der Entlassung einen Bericht mit allen wichtigen Befunden für den Hausarzt. Muss der Patient weiterhin stationär behandelt werden, wird diesem ein Bett zur weiteren Therapie oder eine andere Station im Krankenhaus für weitere Behandlungen zugewiesen.






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