Herzmuskelentzündung

Bei einer Myokarditis handelt es sich um eine Herzmuskelentzündung. Sie bleibt in vielen Fällen unbemerkt, weil Patienten die Symptome eher einer vorangegangenen Erkrankung zuordnen. Oftmals sind es nämlich vor allem Abgeschlagenheit und Müdigkeit, die sich bemerkbar machen. Weitere Beschwerden sind Atemnot, Herzklopfen und Herzstolpern, Brustschmerzen und Schwindel. Wassereinlagerungen in den Unterschenkeln sind ein Zeichen für eine fortgeschrittene Herzmuskelentzündung.

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Was ist eine Herzmuskelentzündung?

Es gibt diverse Erreger, die das Herzmuskelgewebe angreifen. Im Gegensatz zur Endokarditis sind bei der Myokarditis auch Viren gefährlich. Herpes-, Influenza-, Masern- und Parvoviren zählen neben Streptokokken, Legionellen und Borrelien zu den häufigen Krankheitserregern. In der ICD-10 findet sich die akute Myokarditis unter I40 und I41.

Die Krankheit verläuft sehr unterschiedlich. Bei vielen wird sie gar nicht erkannt. Im schlimmsten Fall äußert sie sich jedoch in einem akuten Pumpversagen des Herzens. Einige Patienten entwickeln eine sogenannte dilatative Kardiomyopathie.

Das Herz versucht, seine Schwächung zu kompensieren, indem es sich vergrößert. Teilweise kann sogar nur noch eine Herztransplantation helfen.

 

Wie kann ich mich behandeln lassen?

Anlaufstelle ist zuerst der Hausarzt, der Patienten in der Regel an einen Kardiologen überweist, um den Verdacht auf Myokarditis auszuschließen. Die Diagnose kann kniffelig sein. Denn nicht jedes EKG eines Erkrankten zeigt Auffälligkeiten und auch normale Blutwerte bieten keine Sicherheit.

Im Zweifel hilft eine Ultraschalluntersuchung, die Erkrankung eindeutig zu erkennen. Die Ursache herauszufinden ist jedoch selbst dann nicht leicht. Sie gelingt nur mithilfe einer Myokardbiopsie, bei der Chirurgen über einen Katheter eine kleine Gewebeprobe entnehmen.

Die anschließende Behandlung hängt von dem Erreger ab. Eine bakterielle Infektion bekämpfen Ärzte mit Antibiotikagabe. In den meisten andere Fällen ist eine strikte Schonung und Sportverzicht unumgänglich. Bis zu einem halben Jahr müssen Patienten auf große körperliche Anstrengung verzichten. Eine engmaschige Kontrolle ist zu Beginn besonders wichtig. Auch nach der Genesung ist ein jährlicher Herz-Check sinnvoll. 

 

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Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheitsthemen und Medizin

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