Der Darm

Der Darm ist das wichtigste Verdauungsorgan des Körpers und eine Art Trainingsgelände für das Immunsystem. 

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Wie funktioniert der Darm?

Im Darm treffen harmlose und gefährliche Bakterien aufeinander und der Darm lernt, beide voneinander zu unterscheiden. Rund 160 Millionen Nervenzellen umhüllen den Darm, die ähnlich wie im Gehirn organisiert sind.

Deswegen hat sich auch der Begriff „Darmhirn“ etabliert. Dieses „Darmhirn“ steht ständig mit dem Gehirn im Austausch. Dabei sendet der Bauch wesentlich mehr Informationen an das Gehirn als umgekehrt.

Er alarmiert bei Giftstoffen und Unverträglichkeiten und entscheidet darüber, wie schnell der Körper Nahrungsmittel verdaut.

Der Darm ist ein häutig-muskulöser Schlauch und beginnt am Magenpförtner mit dem Zwölffingerdarm.

Dieser gehört zum Dünndarm, der sich zusätzlich noch aus Leerdarm und Krummdarm zusammensetzt.

 

Auf diesen auch als Gekrösedarm bezeichneten Teil folgt der Dickdarm. Er besteht aus dem Grimmdarm und dem Blinddarm.

 

Er endet im Enddarm, der in den After mündet. Dieser zählt strenggenommen nicht zum Dünndarm, weil er von Haut und nicht von Schleimhaut ausgekleidet ist.

Der Darm ist bei einem Menschen bis zu acht Meter lang.

 

Noch verblüffender ist die Art und Weise, wie er seine Oberfläche vergrößert: Durch viele Einstülpungen wächst sie auf rund 32 qm² an.

Lange Zeit dachten Wissenschaftler, dass sie noch größer sei und die Fläche eines Tennisplatzes abdeckt. Das gilt jedoch inzwischen als widerlegt. Dennoch vergrößert der Darm durch Faltungen, Einstülpungen und den feinen Darmzotten seine Oberfläche auf die Größe einer Einzimmerwohnung.

Genug, um Essen effizient zu verdauen und viele Nährstoffe aufzunehmen. Im Dickdarm helfen Bakterien bei der Verstoffwechselung von Lebensmittelresten, die im Dünndarm nicht verarbeitet werden können.

Diese Zusammensetzung, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, enthält mindestens zwischen 500 und 1.000 unterschiedliche Arten und wird auch als „Biom“ bezeichnet. Es rückt in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der Wissenschaftler.

Denn es soll nicht nur für die Verarbeitung von Lebensmitteln wesentlich sein und unseren Stoffwechsel stark beeinflussen, sondern auch unser Immunsystem stärker als bislang angenommen unterstützen.

 

Was tun bei Beschwerden am Darm?

Probleme mit der Verdauung sind häufig.

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung sind Symptome, die fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens kennenlernen.

Das liegt unter anderem daran, dass es zahlreiche Bakterien und Viren gibt, die sie auslösen. Dann sind Magen-Darm-Grippen oder Fehlbesiedlungen des Darmes die Folge. Nahrungsmittel-Intoleranzen sorgen für Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen.

Vor allem Laktose, Fruktose und Gluten verursachen einigen Menschen Probleme. Die Diagnose Reizdarm ist inzwischen keine Seltenheit mehr und geht in vielen Fällen mit Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln einher.

 

Wo kann ich mich behandeln lassen und worauf sollte ich achten?

Die Blinddarmentzündung ist oft die erste Operation, die ein Mensch erlebt, weil Kinder und Jugendliche häufiger betroffen sind. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa schreiten im Laufe des Lebens immer weiter fort. Darmkrebs ist bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung.

An wen kann ich mich für eine Operation am Darm wenden?

 

Bei Beschwerden mit dem Darm ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Bei kurzfristigen und leichten Krankheiten kann er passende Therapien selbst einleiten. Kompliziertere Erkrankungen sind hingegen ein Fall für den Gastroenterologen. Es handelt sich dabei um Internisten mit einer speziellen Fachausbildung, die sich auf Erkrankungen des Verdauungstraktes spezialisiert haben. Sie sichern dann die Diagnose und überweisen den Erkrankten in ein Krankenhaus mit gastroenterologischer Spezialabteilung.

Er ist für den Magen-Darmtrakt, Leber und Galle zuständig und ist dementsprechend ein Spezialist für den Darm. Er ist in der Lage, Magen- und Darmspiegelungen durchzuführen und kann so manche Krankheiten erst richtig diagnostizieren. Auch in vielen Krankenhäusern gibt es gastroenterologische Abteilungen. Sie sind oftmals auf chronische und akuten Entzündungen oder Krebserkrankungen der Verdauungsorgane spezialisiert. In größeren Kliniken übernehmen hingegen Viszeralchirurgen Darm-OPs. Nicht in jedem Krankenhaus befinden sich Spezialabteilungen.

Häufige Erkrankungen, die Handlungsschnelligkeit erfordern, wie die Blinddarmentzündung, gelten jedoch als Standard-Eingriff und werden auch ohne spezialisierte Abteilung gut versorgt.

Die Anzahl an behandelten Patienten gibt Aufschluss darüber, wie viele Fälle der entsprechenden Krankheit eine Klinik versorgt hat. Grundsätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit für eine gute Behandlung durch das Mehr an Erfahrung und Expertise.

Wer die besten Krankenhäuser für Darm-Operationen finden will, sollten zudem Wert auf die Zufriedenheit anderer Patienten und die Hygiene-Verhältnisse legen.

 

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Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheitsthemen und Medizin

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