Koronare Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine der häufigsten Erkrankungen am Herzen in Deutschland.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

 

 

Was ist eine koronare Herzkrankheit?

Dabei verengen sich die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen. In der Regel geschieht dies mit fortschreitendem Alter der Patienten durch Ablagerungen wie Fett und anderen Stoffen. Vor allem ein ungesunder Lebensstil mit Übergewicht, Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum und wenig Bewegung trägt dazu bei. Der ICD-10-CODE ist I20 bis I25.

Ist die koronare Herzkrankheit akut, verstopft eine Arterie so stark, dass ein Teil des Herzmuskels keinen Sauerstoff mehr erhält. Dies führt zu Schmerzen im Bereich der Brust, die oftmals in Arme, Rücken, Bauch und Kiefer ausstrahlen. Um eine Absterben dieses Teil des Herzens zu verhindern, ist zügiges Handeln notwendig. In der Regel wird die akute koronare Herzkrankheit mit einem Herzkatheter-Eingriff behandelt. Denn diese Operation ist minimalinvasiv und benötigt nicht viel Zeit.

Ein sogenannte stabile koronare Herzkrankheit besteht, wenn ein Koronargefäß dauerhaft verengt ist. Dann fließt weniger Blut in den Herzmuskel und das Herz kann nicht mehr kräftiger schlagen. Patienten bemerken diese Erkrankung in der Regel vor allem bei körperlicher Anstrengung. Sie werden kurzatmig oder spüren ein Engegefühl in der Brust. Die Beschwerden von einer akuten koronaren Herzkrankheit zu unterscheiden, ist schwierig. Auch ein Herzinfarkt führt zu ähnlichen Anzeichen mit Kurzatmigkeit und Herzklopfen.

Deswegen ist es wichtig, die Symptome ernst zu nehmen und im Zweifel einen Krankenwagen zu rufen.

 

Wie kann ich mich behandeln lassen?

Medikamente helfen Betroffenen dabei, die Beschwerden zu kontrollieren und Folgeerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, (weitere) Herzinfarkte oder Herzschwäche zu verhindern.

Dadurch können die Beschwerden in einigen Fällen sogar wieder verschwinden. Oftmals gelingt es zumindest, die Erkrankungen zu stabilisieren. Eingesetzt werden vor allem Betablocker, Kalziumkanalblocker und Nitrate.

 

Wie läuft die Herz-OP ab?

Wenn die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht, kann es notwendig werden, die Herzkranzgefäße mit Hilfe eines Herzkatheters wieder zu erweitern.

Erweiterung der Gefäße durch einen Herzkatheter

 

Ein Herzkatheter ist ein flexibler Schlauch aus Kunststoff. Kardiologen führen ihn über eine Arterie oder Vene bis zum Herzen ein und nutzen ihn für Operationen oder zur Diagnose. Bei einer KHK nutzen Ärzte einen Rechtsherzkatheter, er wird also über eine Vene am Arm eingeführt. Das Verfahren ist minimalinvasiv und nimmt üblicherweise weniger als eine Stunde in Anspruch. Es kommt vor, dass sich der Chirurg während des Eingriffs dazu entscheidet, eine Angioplastie vorzunehmen. Dabei platziert er einen Ballon in der Engstelle und pumpt ihn auf, um die Ablagerungen zu verdrängen.

Im Anschluss an diese Erweiterung setzt der Arzt oft einen Stent an die betroffene Stelle. Dabei handelt es sich um eine Gefäßstütze aus Metall, die eine erneute Verengung verhindert.

 

Nach der Operation

Die vorgeschriebene Liegezeit beträgt zwischen drei und sechs Stunden. Selbst beim Einsetzen eines Stents können die meisten Patienten am Folgetag schon wieder nach Hause.

Wichtig ist es jedoch, dass Betroffene noch einige Zeit nach der Operation gerinnungshemmende Medikamente nehmen. Denn eine Stent-Thrombose ist eine mögliche Komplikation, die Patienten so einfach verhindern.

Ablauf einer Bypass-Operation

Sind viele Gefäße betroffen, hilft oftmals nur noch eine Bypass-Operation.

Sie gilt als Routine-Eingriff und wird in Deutschland rund 50.000-mal im Jahr durchgeführt. Ärzte entnehmen gesunde Gefäße aus Unterarm oder Bein und verwenden sie so, dass sie die blockierten Herzkranzgefäße ersetzen. Die OP erfolgt am offenen Herzen. Der Chirurg muss also den Brustkorb öffnen und das Herz während der Operation stilllegen.

Wo genau der Mediziner das neue Blutgefäß anbringt, hängt davon ab, welche Gefäße bereits verstopft sind. In der Regel versucht er, die Brunstwandarterie zu nutzen, weil sie über eine Verbindung zur Aorta verfügt. Der chirurgische Eingriff dauert üblicherweise zwischen vier und fünf Stunden.

 

Nach der Operation

Danach bleiben Betroffene bis zu zwei Wochen im Krankenhaus. Es folgt eine Reha mit Physiotherapie. Patienten müssen üblicherweise für den Rest ihres Lebens Acetylsalicylsäure einnehmen, um das Blut zu verdünnen.

 

 

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Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheitsthemen und Medizin

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