Nasenpolypen

Was sind Nasenpolypen?

Nasenpolypen sind Gewebewucherungen, die typischerweise von den Nasennebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle hineinwachsen.

Sie bestehen aus Bindegewebe, das mit Flüssigkeit gefüllt sein kann. Diese Polypen können wenige Millimeter bis einige Zentimeter groß sein.

 

Symptome und Ursachen von Nasenpolypen

Symptome

Die Nasenpolypen verstopfen die Nase und die Ausgänge der Nasennebenhöhle. Dadurch kann der Patient nicht mehr so gut atmen. Die Folge sind Riechstörungen und Schnarchen. Typisch ist ein näselnder Klang der Stimme.

Die verstopfte Nase kann zudem die Atemluft nicht mehr so gut reinigen, befeuchten und erwärmen. Patienten atmen durch den Mund, was zu bakteriellen Infekten der Atemwege führen kann. Bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen sind Kopfschmerzen und Fließschnupfen ein weiteres häufiges Symptom.

 

Ursachen

Nasenpolypen entstehen häufig durch einen dauerhaft-entzündlichen Prozess der Nasenschleimhaut. Außerdem sind auch allergische Entzündungen eine häufige Ursache. Auch eine verkrümmte Nasenscheidewand oder zu enge Ausgänge der Nasennebenhöhlen können Polypen begünstigen.

 

Wann muss man Nasenpolypen behandeln lassen?

Nasenpolypen bessern sich nicht von selbst. Nasenpolypen können die Lebensqualität stark einschränken. Deswegen sollten Patienten zeitnah einen HNO-Arzt aufsuchen.

 

Behandlung von Nasenpolypen

Bei kleineren Polypen versucht der HNO üblicherweise, diese mit Medikamenten zu behandeln.

Kortison-Nasenspray und in schwereren Fällen auch Kortison-Tabletten als Stoßtherapie helfen gegen kleinere Polypen. Eine relativ neue Behandlungsform sind Biologika, die die chronische Entzündung dämpfen soll.

Sprechen die Polypen darauf nicht an oder sind bereits zu groß, müssen die Polypen operativ entfernt werden.

 

Wie läuft die OP ab?

Bei einer Polypektomie führt der Arzt eine kleine Schlinge in die Nase des Patienten ein.

Er greift damit den Polypen und zieht ihn heraus. Eine Alternative hierzu ist die Entfernung mit einem Laser. Anschließend legt der Arzt eine Tamponade, die er üblicherweise nach zwei Tagen wieder entfernt.

Eine Polypektomie kann bei gut zugänglichen Polypen ambulant erfolgen, häufig ist jedoch ein stationärer Aufenthalt notwendig. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Polypen groß sind oder die Nasennebenhöhlen beteiligt sind. Dann entfernt der Chirurg auch darin wuchernde Schleimhaut.

Sollte es notwendig sein, vergrößert er zudem die Ausgänge der Nasennebenhöhlen.

 

Wie lang ist der Heilungsprozess?

Der Patient sollte es einige Tage vermeiden, zu großen Druck auf die Nase auszuüben.

Das bedeutet, dass er die Nase nicht schnäuzen, sondern nur abtupft. Beim Niesen muss er darauf achten, den Mund offenzulassen. Sauna, heiße Bäder oder den Kopf nach vorne zu beugen, sollte er ebenfalls in den ersten Tagen unterlassen.

 

Welche Risiken birgt der Eingriff?

Eine Polypektomie von Nasenpolypen ist ein risikoarmer Eingriff.

Dennoch können Risiken wie Nachblutungen, Entzündungen oder Narkosemittelunverträglichkeit nicht vollständig ausgeschlossen werden. Vor allem eine Sanierung der Nasennebenhöhlen sollte zudem aufgrund der Nähe zu Augen und Gehirn durch einen Fachmann durchgeführt werden.

Nasenpolypen kehren häufig zurück. Dies gilt vor allem dann, wenn sie aus allergischen Gründen entstehen und Patienten den Auslöser nicht strikt meiden.

 

Gibt es Spezialisten für eine Polyektomie?

Spezialisten für die Operation sind Chirurgen der HNO-Abteilungen in Krankenhäuser.

Kleiner Operationen führen einige HNO-Ärzte zudem selbst durch. Gerade bei der Pansinusoperation gilt es jedoch, erfahrene Ärzte zu wählen. Deswegen sollten Patienten hier auf die Fallzahlen achten, die in ihrem Krankenhaus jährlich durchgeführt werden.

 

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Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheit und Medizin

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