Chemotherapie

Was ist Chemotherapie?

Bei der Chemotherapie werden Krebserkrankungen oder Infektionen mit Medikamenten behandelt.

 

Wann wird eine Chemotherapie angewandt?

­Häufig nutzen Ärzte nicht nur eine Behandlungsmethode, um Krebs zu bekämpfen. Deswegen ist die Chemotherapie bei den meisten Krebsarten fester Bestandteil der Therapie.

Die Chemotherapie kann dabei sowohl vor der Operation als auch danach eingesetzt werden.

Davor erhöht die neoadjuvante Therapie den Behandlungserfolg, wenn es durch sie gelingt, den Krebs zu verkleinern.

Nach dem chirurgischen Eingriff sichert die sogenannte „adjuvante Therapie“ den Erfolg der Operation, weil übriggebliebene Zellen abgetötet werden können.

 

Wie läuft eine Chemotherapie ab?

Welche Medikamente und welche Dosis in welchem Zeitraum gegeben werden, entscheiden die behandelnden Ärzte im Individualfall. Um die Erfolgsaussichten zu verbessern, sind heute Kombination mit mindestens zwei Zytostatika üblich.

Insgesamt sind mehr als 50 solcher Medikamente auf dem Markt, die die Krebszellen angreifen.

Häufig ist es jedoch so, dass es Behandlungsphasen über mehrere Tage hintereinander gibt. Sie werden die dann von einer Behandlungspause von mehreren Tagen bis Monaten unterbrochen. Das soll dem Körper die Zeit geben, gesundes Gewebe zu generiere.

Er erholt sich üblicherweise schneller von der Chemotherapie als Tumorgewebe. Vier bis sechs solcher Zyklen sind üblich.

 

Verursacht eine Chemotherapie Schmerzen?

Es ist durchaus möglich, dass durch die Chemotherapie Schmerzen durch Entzündungen und Nervenschädigungen entstehen.

Typischerweise handelt es sich dabei um einen Dauerschmerz, der sich mit Schmerzattacken abwechseln kann.

 

Wie lange dauert eine Chemotherapie?

Eine Chemotherapie kann zwischen einigen Monaten bis über ein halbes Jahr dauern.

Entscheidend ist dabei auch, wie schnell sich der Körper erholt.

Palliative Chemotherapie, kann zudem deutlich länger dauern. Dann sehen Ärzte keine Chance auf Heilung, wollten jedoch die Lebensqualität so lange wie möglich erhalten.

 

Wie lange halten die Nebenwirkungen einer Chemotherpaie an?

Die Nebenwirkungen der Chemotherapie klingen üblicherweise innerhalb von wenigen Wochen ab.

 

Heilungschancen nach einer Chemotherapie

Die Heilungschancen hängen von der Art des Tumors und seinem Fortschritt ab.

Weil Chemotherapie üblicherweise mit anderen Therapieformen kombiniert wird, ist es unmöglich, die Heilungschancen nur auf die Chemotherapie zu beziehen. Die Steigerung der Überlebensrate durch Chemotherapie ist jedoch signifikant.

 

Welche Nebenwirkungen hat eine Chemotherapie?

Die Chemotherapie greift auch andere Zellen an, die sich schnell teilen.

Dadurch hat die Chemotherapie diverse Nebenwirkungen.

Patienten leiden unter Verdauungsproblemen, Erbrechen und Übelkeit, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen. Auch ein erhöhtes Infektionsrisiko, Erschöpfungsrisiko und Blutarmut sind häufige Folgen.

Gelegentlich treten diese Symptome auch noch nach vielen Monaten auf oder verschwinden nicht wieder.

 

Sollte man bei einer Chemotherapie etwas besonders beachten?

Eine Chemotherapie ist eine große Belastung für den Körper.

Deswegen sollten in diesen Phasen Stress und Aufregung so gut es geht vermieden werden. Klar ist, dass Krebspatienten nach Möglichkeit weder Nikotin noch Alkohol konsumieren sollten. Sport kann je nach körperlichen Zustand förderlich oder überlastend sein. Genaue Handlungsempfehlungen gibt der behandelnde Arzt.

 

Gibt es besondere Ernährungsformen?

In diversen Studien hat sich gezeigt, dass kurzzeitiges Fasten während der Therapie zum einen die Verträglichkeit steigert, zum anderen auch die Wirksamkeit erhöhen kann.

Grundsätzlich ist dies jedoch nicht zwangsweise möglich. Je nach Krebsart könnte auch eine kohlenhydratarme Ernährung hilfreich sein. Gerade bei besonderen Ernährungsformen ist es ratsam, sich für den konkreten Fall mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Dieser kennt die Studienlage für die jeweilige Krebsform und kann fundiert beraten.

 

Gibt es Spezialisten für Chemotherapie?

Jedes zertifizierte Zentrum für Onkologie ist ein Experte für die Behandlung durch Chemotherapie.

Generell sind Onkologen die besten Ansprechpartner für diese Behandlungsmethode. Sie führen Chemotherapie häufig auch ambulant durch.

 

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Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheit und Medizin

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