Erkrankungen des Hüftgelenks

Betroffene leiden oft unter starken Schmerzen und sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt.

Erfahren Sie hier mehr über häufige Erkrankungen des Hüftgelenks und häufig angewandte Operationsverfahren an der Hüfte.

 

Häufige Erkrankungen an der Hüfte

Erfahren Sie hier mehr über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Hüftarthrose

Erfahren Sie hier mehr über die Arthrose im Hüftgelenk, die häufigsten medizinischen Behandlungen und was Sie bei Beschwerden in der Hüfte tun können.

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Hüftdysplasie

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Hüftdysplasie, die häufigsten medizinischen Behandlungen und was Sie tun können bei Beschwerden in der Hüfte.

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Hüftgelenksentzündung

Ist das Hüftgelenk entzündet, kann das Schmerzen verursachen. Erfahren Sie hier was Betroffene tun können.

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Hüftkopfnekrose

Bei einer Hüftkopfnekrose sterben Zellen am Hüftkopf ab.

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Das künstliche Hüftgelenk

Wenn das eigene Gelenk nicht mehr funktionsfähig ist, kann über ein künstliches Hüftgelenk nachgedacht werden.

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Impingement-Syndrom der Hüfte

Ein Impingement-Syndrom an der Hüfte bezeichnet eine Fehlbildung der Gelenklippe.

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Labrumläsion an der Hüfte

Ein Riss an der Gelenklippe im Hüftgelenk kann Schmerzen verursachen.

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Hüftgelenk

Erfahren Sie hier mehr über die Funktion des Hüftgelenks, die häufigsten medizinischen Behandlungen und was Sie bei Beschwerden in der Hüfte tun können.

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Wann ist eine Operation an der Hüfte sinnvoll?

Operationsverfahren und Wissenswertes

Die Operation an der Hüfte gehört in Deutschland zu den häufigsten durchgeführten chirurgischen Eingriffen.

Rund 200.000 Operationen an der Hüfte werden jährlich vorgenommen. Verschiedene Indikatoren können Grund für einen operativen Eingriff sein, wie zum Beispiel der Verschleiß des Knorpels an den Gelenken, Verletzungen oder Vorerkrankungen. 

Wann also ist es sinnvoll eine Hüft-OP in Betracht zu ziehen? Es gibt keine feste Regel, die den genauen Zeitpunkt einer Operation bestimmt. Ein Indikator ist die Schwere und Art des Verschleißes am Hüftgelenk, ein viel entscheidenderer Faktor ist jedoch das subjektive Empfinden und der Leidensdruck des Betroffenen.

Kommt es zu Problemen in der Hüfte schränken die Schmerzen das Leben der Betroffenen meist stark ein. 


Hier finden Sie Informationen und Wissenswertes zu den häufigsten Operationen an der Hüfte.

 

Wo kann ich mich behandeln lassen und worauf sollte ich achten?

An wen kann ich mich für eine Operation an der Hüfte wenden?

 

Operationen an der Hüfte werden in Krankenhäusern in den Fachabteilungen Orthopädie und Unfallchirurgie durchgeführt oder auch gerne in spezialisierten Zentren der Kliniken, wie zum Beispiel einem Zentrum für Endoprothetik. Ebenso können Sie eine Hüft- OP bei einem niedergelassenen Orthopäden oder Unfallchirurgen in der Praxis durchführen lassen. 

Auf Grund der oft auch sehr komplexen Eingriffe haben sich einige Kliniken auf einen Fachbereich spezialisiert, Orthopädische Fachkliniken sind zum Teil besonders zertifiziert.

Diese Zertifikate können für Patienten eine wertvolle Orientierungshilfe sein.

Hüftprothese-Spezialisten sind in der Regel Fachärzte der Orthopädie, Hüftchirurgie, Unfallchirurgie und Endoprothetik.

Spezielle Kliniken für Hüftprothesen sind meist orthopädische Kliniken sowie Kliniken für Unfallchirurgie. Nur geschulte Hüftexperten können eine künstliche Hüftprothese minimalinvasiv einsetzen. Durch die Vielfalt an Prothesen und die Art des Eingriffs erfordert es einen hohen Spezialisierungsgrad des Operateurs.

Orthopädische Zertifizierungen

 

Endocert: Sie als Patientin oder Patient können an dem erteilten Zertifikat erkennen, dass sich eine Einrichtung intensiv mit dem Thema des künstlichen Gelenkersatzes des Hüft- und/oder des Kniegelenkes auseinandergesetzt hat und die, durch die Fachgesellschaft aufgestellten Qualitätsanforderungen, erfüllt. Auch hat sich die Klinik verpflichtet, die Behandlungsergebnisse ihrer Endoprothetik-Operationen konsequent zu überprüfen, Komplikation zu erfassen und sich am Endoprothesenregister Deutschland (www.eprd.de) zu beteiligen.

Auch die Fallzahlen für bestimmte Eingriffe können unter Umständen Aufschluss darüber geben, ob ein Krankenhaus für Ihren Behandlungswunsch geeignet ist. Hohe Fallzahlen bedeuten, dass die Klinik diesen Eingriff besonders häufig durchgeführt hat. Die behandelnden Ärzte werden also ein gewisses Maß an Erfahrung mit diesem Eingriff haben.

Allerdings sagen hohe Fallzahlen allein noch nichts über die medizinische Qualität der Behandlung in dem Krankenhaus aus. Sie sollten daher eher als eine zusätzliche Kennzahl betrachtet werden und sollten keine Entscheidungsgrundlage sein.
 

 

 

Krankenhäuser für die Behandlung von Erkrankungen des Hüftgelenks

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Implantation eines künstlichen Hüftgelenks

Implantation eines künstlichen Hüftgelenks

 

Konventionelle Operationstechnik

Bei der konventionellen Operationstechnik wird das Hüftgelenk unter Vollnarkose (alternativ einer Betäubungsspritze ins Rückenmark) durch einen Schnitt geöffnet.

Der Chirurg legt das Gelenk frei und entfernt das beschädigte Gewebe im Gelenk, wie zum Beispiel abgenutztes Knochen- und Knorpelgewebe.

Bevor eine Hüftendoprothese eingesetzt werden kann, muss der Chirurg die beschädigten Knorpelflächen abfräsen, den Hüftschaft öffnen und ihn mit speziellen Fräsen bearbeiten.

Nur so kann die Prothese anschließend passgenau eingesetzt werden.

 

Diese Operationsmethode dauert zwischen einer und zwei Stunden.

 

Minimal-invasive Operationstechnik

Eine Hüftprothese kann mittlerweile auch durch eine minimal-invasive Operation eingesetzt werden.

Hier werden nur kleine Schnitte vorgenommen, durch die das Operationsbesteck und die Prothese eingeführt werden können.

Das schont das umliegende Gewebe im Vergleich zur konventionellen Operationstechnik und begünstigt eine kürzere Heilungsdauer.

Die Prothese wird bei dieser Methode durch einen natürlichen Spalt in der Muskulatur eingesetzt, ohne dabei das umliegende Gewebe zu beschädigen. Daraus resultieren weitere Vorteile, wie ein geringerer Blutverlust während der OP, weniger Schmerzen nach der OP und kleiner Narben nach dem Eingriff. 


Welche Methode die geeignete ist, sollte immer in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden, nicht immer kann minimal- invasiv gearbeitet werden.

 

 

Die Hüft-Arthroskopie

Durch eine Hüftarthroskopie kann das Hüftgelenk näher untersucht werden.

Sowohl das Gelenk, als auch der Gelenkspalt zwischen Hüftpfanne und Oberschenkel kann von innen betrachtet und die Art und Schwere der Schädigung festgestellt werden.

Durch zwei kleine Hautschnitte an der Hüfte führt der Chirurg das Arthroskop ein, diese Methode ist besonders gewebeschonend. 

Bei anhaltenden Beschwerden in der Hüfte und einer damit einhergehenden Bewegungseinschränkung kann durch die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) die genaue Ursache abgeklärt werden und folgend eine passende Therapie verordnet werden. 

 

Knorpelglättung und Knorpelbehandlung

 

Fühlt sich das Gelenk blockiert an oder treten unerwartet stechende Schmerzen auf, können das Hinweise auf abgelöstes Knorpel- oder Knochengewebe im Gelenk sind.

Die freien Gewebestücke sammeln sich im unteren Bereich des Gelenks und sorgen dort für Blockaden und können zu weiteren Schäden führen.

Der Eingriff wird in Rückenlage durchgeführt. Während einer Arthroskopie können diese freien Gelenkkörper vom Chirurgen entfernt werden, ebenso können Knorpelschäden, Schäden an der Gelenklippe, Erkrankungen an der Gelenkschleimhaut und ein Impingement-Syndrom durch eine Hüftarthroskopie behandelt werden. 

Ebenso kann eine Mikrofrakturierung zur Bildung neuer Knorpelschicht vorgenommen werden. Der beschädigte Knorpel wird abgetragen und der Knochen darunter wird durch Bohrungen leicht „verletzt“, um Regenerierungsprozesse anzuregen. Es wird ein Ersatzknorpel vom Körper gebildet, dieser ist zwar weniger gleitfähig und elastisch als der vorangegangene, er stellt aber die Funktionsfähigkeit wieder her. Da das Hüftgelenk jedoch starken Belastungen ausgesetzt ist, ist diese Methode nicht so vielversprechend, wie bei einer Anwendung am Knie. 

Knorpeltransplantation – bei unfallbedingten Knorpelverletzungen

 

Liegt eine durch einen Unfall bedingte Verletzung am Knorpel im Hüftgelenk vor, kann ein neuer Knorpel durch eine Arthroskopie transplantiert werden.

Diese Methode wird allerdings nur angewandt, wenn keine Erkrankung wie Arthrose vorliegt. 

Labrumglättungen oder Labrumnaht

 

Liegt eine Labrumläsion vor, also ein vollständiger Riss der Gelenklippe muss dieser operativ behandelt werden.

Durch eine Arthroskopie wird der Riss wieder genäht.

Bei Beschädigungen der Gelenklippe kann auch eine Glättung des Labrums vorgenommen werden, damit der gerissene Teil sich nicht verklemmt und zu Blockaden und Schmerzen im Gelenk führt. In manchen Fällen wir die Gelenkslippe sogar ersetzt.

Hüftimpingement- OP

 

Im Anfangsstadium wird ein Impingement-Syndrom erst konservativ behandelt, später hilft oft nur noch eine Operation.

Der Eingriff kann offen oder auch durch eine Arthroskopie durchgeführt werden. In den meisten Fällen wird eine Gelenkspiegelung durchgeführt.

Der Chirurg kann durch die Kamera im Arthroskop die genauen Beschädigungen, Wucherungen der Knorpel oder kleine Verformungen der Knochen erkennen und diese durch spezielle Werkzeuge bearbeiten.

Ziel es Eingriffs ist es,dass das Gelenk wieder ohne Reibung und Schmerzen seiner Funktion nachkommen kann. 

Hüftdysplasie

 

Bei einer starken Ausprägung der Hüftdysplasie oder einer zu späten Diagnose muss diese operativ behandelt werden.

Wird eine Dysplasie frühzeitig erkannt, oft schon bei Säuglingen oder Kindern, kann diese mit konservativen Behandlungsmöglichkeiten geheilt werden.

Sollte sich daraus aber kein Erfolg versprechen wird bei Kindern eine Salter-Osteotomie durchgeführt, ein Eingriff zur mechanischen Verbesserung der Überdachung des Hüftkopfes. Bei Erwachsenen ist die 3-fach Beckenosteotomie nach Tönnis eine bewährte Methode.

Hüftpfanne und Hüftbein werden voneinander gelöst und in eine normale Überdachungsstellung gebracht. 

 

 

Über die Autorin

Corinna Aschenbrenner

B.A. Gesundheitsmanagement

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheit und Medizin

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