Platt- und Hohlfuß

Der Hohlfuß

Bei einem Hohlfuß (ICD-1ß-GM Q66.7) ist das Längsgewölbe zu stark ausgeprägt. Dadurch liegt das Körpergewicht vor allem auf Ferse und Vorfuß. Diese Überlastung führt zu Schmerzen und Schwielen.

Außerdem neigen Patienten zum Umknicken. Das liegt daran, dass die Ferse schneller nach innen kippt und die Bänder im Sprunggelenk zu stark gedehnt werden. Hohlfüße sind oft angeboren. Treten sie erst im Laufe des Erwachsenenalters auf, sind sie oftmals ein Zeichen für eine beginnende Erkrankung des Nervensystems.

 

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Der Plattfuß

Der Plattfuß (Q66.5) ist hingegen das Gegenstück zum Hohlfuß: Hier ist das Längsgewölbe eingesunken und die Fußfläche liegt vollständig auf dem Boden aus.

Der innere Fußrand sinkt also ab. Im Gegensatz zur Vorstufe Senkfuß ist dies ohne Belastung der Fall. Zusätzlich kommt es häufig zum einen Anheben des äußeren Fußrandes. Knicken Fersen und Vorfuß zur Außenseite ab, entsteht ein Knick-Plattfuß.

Der Plattfuß (Q66.5) ist hingegen das Gegenstück zum Hohlfuß: Hier ist das Längsgewölbe eingesunken und die Fußfläche liegt vollständig auf dem Boden aus.

Der innere Fußrand sinkt also ab. Im Gegensatz zur Vorstufe Senkfuß ist dies ohne Belastung der Fall.

Zusätzlich kommt es häufig zum einen Anheben des äußeren Fußrandes. Knicken Fersen und Vorfuß zur Außenseite ab, entsteht ein Knick-Plattfuß.

 

 

 

Krankenhäuser für die Behandlung von Platt- und Hohlfuß

Konservative Therapie bei Platt- und Hohlfuß

Bei Platt- und Hohlfüßen besteht die Therapie in einer Kombination aus dem richtigen Schuhwerk mit Einlagenversorgung und Physiotherapie.

Häufig sind die Ursachen für erworbene Fußstehlungen falsche Belastung und fehlendes Training. Deswegen lassen sich die Beschwerden durch Gewichtsreduktion, Muskelaufbau und bessere Schuhe häufig so stark lindern, dass keine Operation notwendig ist.

Eine vollständige Umkehrung ist oft nicht mehr möglich, milde Formen sind jedoch in der Regel beschwerdefrei.

 

Operation bei Platt- und Hohlfuß

In einigen Sonderfällen werden Fußfehlstellungen wie Platt- und Hohlfuß operativ behandelt. Gründe dafür sind starke Beschwerden, eine hohe Belastung der Außenbänder und unbeherrschbare wunde Stellen.

Eine Operation ist ein mögliches Mittel, wenn die Fehlstellung aus einer Arthrose resultiert. Eine gerissene Tibialis-posterior-Sehne ist ein weiterer Grund für eine Plattfuß-OP. Sie spannt üblicherweise das Fußgewölbe auf. Ist sie gerissen, ist dies nicht mehr möglich und ein Plattfuß entsteht.

Abgesehen von solchen Sonderfällen gibt es kaum Standard-Verfahren in der Operationstechnik, um diese Fußfehlstellungen zu heilen.

Das liegt auch daran, dass viele Faktoren darüber entscheiden, wo und wie sich die Fehlstellung ausprägt. Begleitschäden an knöchernen Strukturen, der Zustand der Sehnen und der Muskel sowie der Grad der Fehlstellung entscheiden über den Ansatz.

Auch bei Fußfehlstellungen sind Versteifungen von Gelenken häufig das Mittel der Wahl, um weitere Schäden zu verhindern. Denkbar ist ebenso eine Korrektur des Sehnenzuges, der arthroskopisch erfolgt. Er ist jedoch vor allem in jungen Jahren sinnvoll. 
 

Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheitsthemen und Medizin

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