Bänderriss am Fuß

Ein Bänderriss entsteht oft durch einen Unfall oder eine Verletzung beim Sport.

Erfahren Sie hier mehr zu Behandlungsmöglichkeiten und wann eine Operation sinnvoll sein kann.

 

Ursachen eines Bänderrisses

Bänderrisse im Sprunggelenk entstehen üblicherweise durch Sportunfälle oder Umknicken. Dabei reißt eines oder mehrere Bänder.

Der ICD-Code ist ICD-10-GM-2021 S93: Luxation, Verstauchung und Zerrung der Gelenke und Bänder in Höhe des oberen Sprunggelenkes und des Fußes.

Häufig betroffen sind die drei Außenbänder Ligamentum taofibulare anterius, Ligamentum fibulocalcaneare und das Ligamentum talovibulare posterius.

Sie alle verbinden das Wadenbein mit dem Sprungbein.

 

Symptome des Bänderrisses

Patienten berichten davon, dass sich das Gelenk instabil anfühlt.

Es ist jedoch nicht immer eindeutig, ob es sich um eine Bänderdehnung oder einen Bänderriss handelt.

Bei beiden Verletzungen ist die PECH-Regel die richtige Erstversorgung: Pause, Eis, Compression und Hochlagern. Oftmals heilt eine Bandverletzung innerhalb weniger Wochen von selbst aus. Es ist jedoch sinnvoll, das Sprunggelenk während dieser Phase durch Unterarmgehstützen und eine Gehschiene zu entlasten. Ratsam ist die Entlastung primär deswegen, weil die Belastung des Fußes gerade kurz nach der Verletzung sehr schmerzhaft ist.

Ein Bänderriss führt in der Regel zu starken Schmerzen, zudem schwillt die betroffene Region an.  Häufig entsteht ein Bluterguss. 

 

Diagnose des Bänderrisses

Zur Diagnose und Behandlung eines Bänderrisses gehört der Ausschluss von Knochenbrüchen.

Deswegen gehört ein Röntgenbild zur Diagnose, obwohl es keine Bänder abbildet. Zudem gibt der Gelenkspalt Aufschluss darüber, ob es sich nur um eine Dehnung oder einen Riss handelt.

Dafür nutzen Ärzte spezielle Halteapparate und eine standardisierte Druckausübung. Nur in Ausnahmefällen sind zusätzlich bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT notwendig. 

 

Behandlung und Heilungsdauer

Obwohl ein Bänderriss in der Regel von allein ausheilt, kann es danach zu einer chronischen Instabilität im Sprunggelenk kommen. Patienten knicken dann immer wieder um. Physiotherapie hilft, eine Sprunggelenksarthrose zu verhindern und die Stabilität zurückzugewinnen.

Scheitert diese konservative Methode, ist eine Operation sinnvoll. 

Grundsätzlich werden Bänderrisse allerdings selten operiert. Ausnahmen sind sehr junge und sportliche Patienten sowie Leistungssportler.

Auch bei einer sehr großen Instabilität kann eine OP angezeigt sein. In herkömmlichen Fällen sind die Heilungschancen jedoch nicht besser. Bei einer Bänderriss-Operation näht der Chirurg die Bänderenden zusammen.

Außerdem befestigt er mit dem Band mitabgerissene Knoche- oder Knorpelteile wieder. Sind die Bänder sehr stark beschädigt, greifen Chirurgen auf körpereigene Sehnen zurück.

Nach einer Bänderriss-OP trägt der Patient mindestens fünf Wochen lang eine Gehschiene. Eine Ruhigstellung ist bis zu acht Wochen nach der Operation erforderlich.

Bei einem Bänderriss ist der Orthopäde oder Sportmediziner ein geeigneter Ansprechpartner.

Bei einer akuten Verletzung mit starken Schmerzen sollten sich Betroffene zudem nicht scheuen, direkt die Notaufnahme aufzusuchen. Nur dort können Knochenbrüche sicher ausgeschlossen werden.

Über die Autorin

Sarah Kreilaus

Fachautorin für Krankenhaus.de für Themen rund um Gesundheitsthemen und Medizin

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